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Stratégie LEADER
Version allemande
Mit diesem Leitmotiv möchte die Region sich auf drei wesentliche Zukunftsschwerpunkte einstellen, um ihre bereits jetzt vorhandenen Stärken zu nutzen und ihre Erfahrungen auch anderen Regionen zur Verfügung zu stellen:
Schwerpunkt a) Formation:
Lebenslanges Lernen ist seit Lissabon (2001) eine prioritäre Maßnahme der Europäischen Union. Hier hat die Region Redange-Wiltz bereits in der LEADER+ -Periode wichtige Akzente gesetzt und u.a. die Landakademie als Netzwerk einer dezentralen Weiterbildungsstruktur im ländlichen Raum angedacht. Dieses Netzwerk soll in den kommenden Jahren gefestigt und weiter ausgebaut werden. Die Region Redange-Wiltz soll eine Wissens- und Lern-Region werden, welche auch Ausstrahlung über die Regions- und Landesgrenzen hinaus ausübt. Damit soll auch das Potenzial für Bildungstourismus hervorgestrichen werden.Schwerpunkt b) Partizipation:
Gemeinden, Städte und Regionen sind heute zunehmend durch die Internationalisierung der Wirtschaft, durch verschärften Standortwettbewerb sowie durch tief greifende gesellschaftliche Veränderungen (z.B. Mobilität, Individualisierung) herausgefordert. Die nötigen Veränderungsprozesse positiv und nachhaltig zu beeinflussen und so die Attraktivität unserer Lebensräume langfristig zu sichern, stellt eine große Aufgabe dar. Ansätze dazu zeigen sich beispielsweise in Gemeindefusionen, in der Aufwertung von Stadtquartieren oder in der Neuausrichtung der Regionalpolitik. Nachhaltigkeit kann dabei nur erreicht werden, wenn der wirtschaftlichen, soziokulturellen und ökologischen Dimension gleichermaßen Aufmerksamkeit geschenkt wird.Um die bestehenden und kommenden Herausforderungen zu bewältigen, braucht es die Zusammenarbeit von Fachleuten aus Wirtschaft, Sozialer Arbeit, Raumplanung, Ökologie, Architektur, Bildung, Verwaltung und Politik. Unerlässlich ist dabei der Einbezug der Bevölkerung, ohne deren Mitarbeit Veränderungsprozesse geringe Chancen auf Erfolg haben. Damit eröffnen sich neue Gestaltungsräume und Gestaltungsmöglichkeiten, die zu neuen Formen der Partizipation, der interdisziplinären Zusammenarbeit und Kommunikation führen.
Über Bürgerbeteiligung wird in den meisten Gemeinden noch auf Basis des Einzelfalls und nicht anhand offengelegter und nachvollziehbarer Kriterien entschieden. Diese Situation bedeutet für Bürger und die beteiligungsinteressierten Verwaltungseinheiten eine ständige Unsicherheit über die Erfolgsaussichten für ihr Engagement. Sie mindert daher die Chancen für Bürgerbeteiligung und führt zum Motivationsabbau in einem Arbeitsbereich, der von innovativem und motiviertem Verhalten abhängig ist.
Mit Hilfe von LEADER soll den Gemeinden ein Angebot gemacht werden, ihre Beteiligungspraxis zu überprüfen und ggf. weiter zu entwickeln. Dieses Angebot zielt auf die konsequente schrittweise Verbesserung der Rahmenbedingungen für Bürgerbeteiligung und Engagement in der Gemeinde und der Region ab. Bedarf, Bereitschaft und Angebot müssen so zusammengebracht werden, dass die Ausgestaltung des Prozesses für alle Beteiligten zu Vorteilen führt.
In Plattformen soll ein umfangreicher und öffentlich nachvollziehbarer Erfahrungsaustausch über die Arbeitsfelder und Formen der Bürgerbeteiligung stattfinden, an dem alle interessierten Gemeinden über die Entwicklung von methodischem Know-how und von Beratungs- und Qualifizierungsangeboten teilhaben können.
Wichtiges Resultat aus dem LEADER-Prozess wäre, auf Strukturen zurückgreifen zu können, die zur Unterstützung, Förderung und Koordinierung von Bürgerbeteiligung hinzugezogen werden können. Die bessere Integration der Bürgerbeteiligung in die Planungsabläufe der Gemeinden wäre wünschenswert.
Ziele des Ansatzes im Rahmen der LEADER-Strategie:
- den Gemeinden den Sinn von Beteiligungsprozessen klarmachen;
- gemeinschaftliche regionale Prozesse ankurbeln.
Schwerpunkt c) Integration
„Ohne Teilhabe keine Integration“Nur wenn eine Gesellschaft es schafft, ihre verschiedenen Teilbereiche in ein Ganzes zu integrieren, in dem sich alle Beteiligten aufgehoben fühlen, ist ihr „innerer Zusammenhalt“ gewährleistet.
Wichtige Zielgruppen im Hinblick auf Integration bilden Kinder und Jugendliche, benachteiligte Bevölkerungsschichten, Neubürger, Ausländer, die älteren Leute.
Integration ist ein Prozess, der Anforderungen an die Integrationsbereitschaft beider Seiten stellt.
Am Beispiel des zunehmenden Ausländeranteils in der hiesigen Bevölkerung bedeutet dies: die Zuwanderer bemühen sich um das Verstehen von Sprache und Kultur des Aufnahmelandes, die Aufnahmegesellschaft heißt die Zuwanderer willkommen und bemüht sich um Integration. Abschreckungs- und Drohgebärden sind kontraproduktiv, da sie Gegenreaktionen provozieren und als Signal mangelnder Integrationsbereitschaft verstanden werden, die zwangsläufig zu mangelnder Integrationsbereitschaft führt.
Integration bedeutet „Einheit in der Vielfalt“. Deshalb müssen interkulturelle Dialoge Bestandteile unserer demokratischen Dialogkultur werden. Integration darf nicht als reine Anpassung verstanden werden, sondern ist als gegenseitige Verständigung zu sehen, die – erfolgreich umgesetzt – einen Mehrwert für beide Seiten bringt.

